»Anliegen der Ostdeutschen haben in der Berichterstattung von ARD und ZDF keinen Platz«

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Arnold Vaatz (CDU), früherer DDR-Bürgerrechtler, kritisiert die Berichterstattung bei ARD und ZDF

Der per Zwangsabgabe finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland steht seit Jahren in der Kritik. Es gibt keine ausgewogene Berichterstattung, so die Vorhaltungen, sondern sowohl ARD wie auch ZDF sendeten regierungskonform und verbreiteten unkritisch die vorgegebenen Verlautbarungen. In den sozialen Medien bezeichnet man beide Sendeanstalten als Propagandaverbreiter. Vor allem die Menschen, die 1989 das SED-Regime entmachteten, fühlen sich in der Art der Berichterstattung heute an die dunklen Zeiten der damaligen Jahre erinnert.

Diese Kritik, diese Vorbehalte, sind gerechtfertigt, sagt Arnold Vaatz, stellvertretender Bundestagsvorsitzender der Union und vormals Bürgerrechtler im SED-Staat, in einem Interview. ARD und ZDF könnten aus einer Parallelwelt heraus senden, was sie wollten. Als staatlich subventionerte Sender stünden sie in keinem Wettbewerb und seien damit konkursunfähig. Dass sie dabei an den Belangen der Menschen vorbei sendeten, sei ohne Bedeutung für die Fernsehmacher.

Zwischen Harz, Oder, Ostsee und Erzgebirge laufen die Menschen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Scharen davon, so Vaatz. Dieser sendete eindeutig an den »Antennen der Ostdeutschen« vorbei. Das liege auch zu einem großen Teil an der Wahrnehmungsverweigerung des Westens. Man wolle den »implosionsartigen Ansehensverlust« des Westens seitens der Menschen im Osten nicht einräumen.

Dabei wollten die doch in ihrer Heimat, sei es in Brandenburg, Sachsen oder Thüringen, doch nur Verhältnisse wie in Duisburg, Köln oder anderer Metropolen verhindern. Deswegen ist die migrationskritische Haltung in Dresden, Leipzig oder Rostock groß; auch wenn es dort weniger Migranten gibt als in vielen Städten des Westens. Doch diese Haltung kann oder will man bei ARD und ZDF nicht akzeptieren.

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